Bei einer Anfrage, mit Berichtswesen, seitens des Jugendamtes tritt ein individueller Aufnahmeablauf in Kraft, um das Kind/ den Jugendlichen und die bereits bestehende Wohngruppe Schritt für Schritt auf einen möglichen Zuwachs vorzubereiten. Dieser Aufnahmeablauf verfolgt das Ziel, alle Hilfebeteiligten miteinzubeziehen und ein Mitspracherecht und Mitwirkung zu ermöglichen.
Zunächst erfolgt ein unverbindliches Kennenlernen auf dem Hauschenhof. Hier erfährt der junge Mensch gemeinsam mit seinen wichtigsten Bezugspersonen die Möglichkeit sich den Hauschenhof anzugucken. Im Kennenlernen wird eine Hofbegehung umgesetzt und das Außengelände, wie die Gemeinschaftsräume gezeigt.
Wenn alle Seiten sich positiv zu einer Aufnahme äußern, wird eine Ankommenszeit/ Probezeit auf dem Hauschenhof verabredet, damit sich alle Seiten einen weiteren ersten Eindruck verschaffen können.
Direkt zu Beginn bekommt der junge Mensch einen Ansprechpartner innerhalb der Bewohnerschaft zur Seite gestellt. Zudem installieren wir eine vorrübergehende Bezugsperson innerhalb des pädagogischen Teams. Diese Bezugspädagoge: in begleitet den Ankommensprozess, heißt den neuen Bewohner an seinem ersten Tag willkommen, bereitet das Zimmer vor und übernimmt die weitere Zimmergestaltung.
Wir arbeiten mit der Haltung Vertrauen zu schenken und das die jungen Menschen Zeit brauchen, um ankommen zu dürfen. Dabei benötigen sie von uns Fachkräften viel Geduld. Deshalb ist unsere Grundhaltung auch in den ersten Wochen und Monaten umso wichtiger. Wir möchten Sicherheit geben, Anerkennung für die Leistung der jungen Menschen bis hier hin geben, Stabilität vermitteln, Mitgefühl zeigen und flexibel auf die Herausforderungen eingehen. Es ist wichtig die jungen Menschen in den Prozess des Ankommens mitzuintegrieren. Dabei bekleidet jeder neuer Bewohner die Möglichkeit einer individuellen Ankommensphase. Dies gilt auch für den Kontakt zur Herkunftsfamilie.
Im gemeinsamen Hilfeplangespräch nach dieser Zeit wird darüber entschieden, ob unsere stationäre Hilfeform die Richtige sein könnte. Dieser individuelle Aufnahmeablauf verfolgt das Ziel den Druck und Zwang, vor allem bei den aufzunehmenden Kindern und Jugendlichen zu nehmen. Es kann mitentschieden und mitgewirkt werden.